
Gebrauchtwagen in NRW deutlich teurer – so groß ist das Sparpotenzial wirklich
Wer in NRW einen Gebrauchtwagen kaufen möchte, sollte sich die Zeit nehmen und genau hinschauen. Laut einer aktuellen Studie liegen die Durchschnittspreise im bevölkerungsreichsten Bundesland deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Zum Teil liegen die Preisunterschiede mehrere tausend Euro über den günstigeren Regionen im Land.
Bis zu 4.500 Euro Preisunterschied – und das beim gleichen Modell
Ein Blick in den aktuellen AutoScout24 Gebrauchtwagen-Report für das erste Quartal 2025 zeigt, dass nicht nur die Differenzen statistisch relevant, sondern konkret spürbar sind für die Autokäufer. Je beliebter ein Modell ist, desto eher ist es betroffen. Klassiker wie der VW Golf, der Audi A6 oder der Opel Astra sind auf dem Gebrauchtmarkt besonders nachgefragt.
Ein gebrauchter VW Golf kostet in NRW im Schnitt 28.767 Euro, in Berlin ist das gleiche Fahrzeug dagegen bereits ab 25.588 Euro erhältlich. Daraus ergibt sich ein Sparpotenzial von 3.179 Euro, alleine aus dem Vergleich über die Grenzen des Bundeslands hinweg.
Noch deutlicher wird der Unterschied beim größeren Audi A6. Bei diesem Modell liegt der Durchschnittspreis in NRW derzeit bei 41.527 Euro, während ein Käufer in Schleswig-Holstein im Schnitt nur 37.039 Euro bezahlen muss. Das ist eine Differenz von 4.488 Euro.
Bedauerlicherweise sind auch kompaktere Modelle von diesem Phänomen betroffen. In Sachsen kostet ein gebrauchter Opel Astra im Schnitt 18.727 Euro, während ein Käufer in NRW im Mittel 21.722 Euro blechen muss. Ausschließlich der Standort entscheidet über den Preis.
Warum ist gerade NRW so teuer?
Die Gründe für die höheren Preise sind vielschichtig. Zum einen entscheidet natürlich die höhere Nachfrage in Ballungsräumen wie Düsseldorf, Köln oder dem Ruhrgebiet über die Preise, die für einen Gebrauchtwagen aufgerufen werden. Zum anderen ist das Angebot in der Region deutlich stärker durch Händler geprägt, während es in dünner besiedelten Bundesländern mehr Privatverkäufe sind, die aufgrund der mangelnden Garantie oft zu niedrigeren Preisen stattfinden.
Nicht zu unterschätzen ist zudem die Tatsache, dass die Käufer in wirtschaftlich starken Regionen öfter bereit sind, etwas mehr für junge Gebrauchte oder besser ausgestattete Fahrzeuge zu bezahlen. Auch das wirkt sich deutlich auf die aufgerufenen Gebrauchtpreise aus.
Der Preisvergleich lohnt sich mehr denn je
Die Lebenskosten steigen und genau deshalb sollten Käufer ihren regionalen Radius erweitern. Online-Plattformen ermöglichen das heute problemlos, die bundesweite Suche wird zum Kinderspiel. Die Finanzierung, ein Transport und sogar der TÜV lassen sich problemlos in den Vergleich einbeziehen. Warum also das Auto weiterhin in NRW kaufen, wenn es vielleicht im benachbarten Bundesland weitaus bessere Konditionen gibt? Wer sich der richtigen Portale und der aktuellsten Studien bedient, spart mit dem richtigen Modell deutlich. Ein überhöhter Preis fällt so viel schneller auf, das Gleiche gilt für ein echtes Schnäppchen.
NRW ist teuer – aber nicht ohne Alternativen
Nordrhein-Westfalen bleibt einer der wichtigsten Märkte für Gebrauchtwagen in Deutschland. Wer allerdings nach einem guten Angebot suchte, sollte über seinen Postleitzahlenbereich hinausblicken. Der bundesweite Vergleich ist ein erprobtes Mittel, um oftmals tausende Euro zu sparen.
Die Preisunterschiede sind im Mittel drastisch, und die Anlieferung eines Autos ist heute kein Problem mehr. Warum also nicht den Blick in die Ferne schweifen lassen?